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liturgische bücher



Eng mit dem Ablauf des Kirchenjahres verbunden sind die meisten liturgischen Bücher. Die wichtigsten seien hier kurz vorgestellt.
 

Das Messbuch

Im Messbuch stehen alle Texte für die Feier der Heiligen Messe mit Ausnahme der Schriftlesungen. Das Messbuch für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes hat zwei Bände:

  • Band I (rot) enthält die Texte für alle Sonn- und Feiertage im Jahr sowie der wichtigsten Heiligenfeste in deutscher und lateinischer Sprache. Dazu enthält er auch die Gottesdienste der Karwoche in deutscher Sprache und die Einführung in das Messbuch.

  • Band II (blau) enthält die deutschsprachigen Texte für alle Tage des Jahres (für die Wochentage im Jahreskreis im Vierwochenzyklus) mit Ausnahme der Karwoche und die Heiligenfeste. Daneben sind auch die Messformulare für besondere Anlässe und für Verstorbene im Band II zu finden.

Neben den beiden Großausgaben gibt es auch eine Kapellenausgabe (grün). Sie enthält die deutschen Texte beider Großausgaben.
 

Wie ist nun das Messbuch aufgebaut?

Grundsätzlich sind liturgische Bücher nach dem Ablauf des Kirchenjahres aufgebaut. Der erste Teil des Messbuches beginnt mit den Gebeten (Tages-, Gaben- und Schlussgebet) für den ersten Adventsonntag. Nach der Advent- und Weihnachtszeit setzt sich das Messbuch mit der Fasten- und Osterzeit fort. Erst dann folgen die Texte für die Zeit im Jahreskreis. Der erste Teil endet mit den Texten für die Herrenfeste.
Im zweiten Teil stehen die Texte für die gleich bleibenden Teile der Heiligen Messe: Eröffnung, Wortgottesdienst, Gabenbereitung, Präfationen, Eucharistische Hochgebete, Kommunion, Entlassung, Segensgebete.
Im dritten Teil findet man die Gebete für die Heiligenfeste (hier nach dem Kalenderjahr geordnet). Hat ein Heiliger kein eigenes Formular, so gibt es die so genannten Commune-Texte, die nach Heiligengruppen (z.B. Märtyrer, heilige Frauen, Ordensleute, ...) geordnet und allgemeiner gehalten sind.
Der vierte Teil enthält Texte für bestimmte Feiern (z.B. Hochzeit), besondere Anlässe und Anliegen. Am Ende des Messbuches stehen die Texte zu den Messfeiern für Verstorbene.
 

Das Lektionar

Es enthält die Lesungen und die Evangelien sowie die dazwischen liegenden Antwortgesänge. Bei den Sonntagslesungen gibt es einen Dreijahreszyklus, drei so genannte Lesejahre. Lesejahr A bringt uns im Evangelium die Texte des Evangelisten Matthäus nahe, Lesejahr B den Evangelisten Markus und Lesejahr C den Evangelisten Lukas. Das Johannesevangelium ist auf alle drei Lesejahre aufgeteilt und wird besonders in den Festkreisen verwendet. Die Wochentage haben einen Zweierzyklus: Jahr I und Jahr II.
Dementsprechend gibt es nun für die Sonn- und Feiertage drei Lektionare, für jedes Lesejahr eines. Außerdem enthalten diese Lektionare auch noch die Texte für die wichtigsten Heiligenfeste. Für die Wochentage gibt es zwei Lektionare, daneben noch andere für Heiligenfeste, bestimmte Anlässe, für Verstorbene, ...
 

Das Evangeliar

Eine Sonderform des Lektionars ist das Evangeliar. Es enthält nur die Evangelientexte der Sonn- und Feiertage. Dieses Buch ist oft sehr schön gestaltet, da es die Frohe Botschaft Christi enthält. Es wird bei der Evangelienprozession der Heiligen Messe verwendet, um die besondere Wichtigkeit des Evangeliums zu unterstreichen. Aber auch bei anderen Anlässen: Dem Diakon wird es bei seiner Weihe überreicht und dem Kandidaten bei der Bischofsweihe aufs Haupt gelegt.

Daneben gibt es noch viele andere liturgische Bücher: Fürbittbücher, Bücher für bestimmte Eigenfeiern (z.B. Fronleichnamsprozession), Rituale für Tauf- und Hochzeitsfeiern, Benediktionale für Segnungen, Kantorenbücher, Bücher zur Feier des Stundengebetes (Brevier), ...


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