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liturgische einrichtungen
Der Name kommt vom lateinischen
"altare" und bedeutet "hoher Altar". Schon im Alten Testament und
auch im Heidentum wurden Altäre aus Stein gebaut, um darauf zu opfern. Im
Christentum ist der Altar nicht nur Opfertisch, sondern auch der Tisch, an dem
die Kirche mit Christus Mahl hält. Er ist Mittelpunkt der Gemeinde.
Im christlichen Altertum wurde
das Altarsakrament in einem Nebenraum oder in einem Gefäß (oft in Form einer
Taube) über dem Altar schwebend aufbewahrt. In gotischer Zeit errichtet man an
der Apsiswand sogenannte Sakramentsnischen und Sakramentshäuschen. Ab dem 17.
Jahrhundert wurde der Tabernakel (lat. = Zelt) meist mit dem Hauptaltar der
Kirche verbunden. Im modernen Kirchenbau sind wieder Sakramentsnischen und
Sakramentshäuschen verbreitet.
Der Ambo (von griech.
anabainein = hinaufgehen) war ursprünglich eine erhöhte Bühne, von der aus
die Lesungen, das Evangelium u.s.w. verlesen wurden. Im Mittelalter wurde dieser
Ambo vom Altargitter in die Mitte des Kirchenschiffes verlegt und erhielt den
Namen Kanzel. Heute ist er ein feststehendes Lesepult. Während der Altar der
"Tisch des Brotes" ist, wird der Ambo auch als "Tisch des Wortes"
bezeichnet, um die beiden Hauptteile der Hl. Messe zu verdeutlichen. Vom Ambo
aus können die Lesungen, das Evangelium, die Zwischengesänge, die Predigt und
das Fürbittgebet vorgetragen werden. Alles andere soll, da es nicht im direkten
Zusammenhang mit dem Wort Gottes steht, von einem eigenen Platz aus gelesen
werden.
In der Nähe des Altares soll
sich immer ein Kreuz befinden. Es soll an das Kreuzesopfer Christi erinnern, das
bei der Eucharistiefeier vergegenwärtigt wird. Oft wird es das Vortragskreuz
sein, das bei der Einzugsprozession vorangetragen wird. Das Kreuz soll an einem
für die Gemeinde gut sichtbaren Ort aufgestellt sein.
Bis zum 5. Jahrhundert war die Erwachsenentaufe häufig. Da der
Taufkandidat mit dem ganzen Körper in das Wasser eingetaucht wurde, baute man
bei den Bischofskirchen eigene Taufkapellen (Baptisterien). Als die Kindertaufe
üblich wurde und nicht mehr nur der Bischof die Taufe spendete, traten an die
Stelle der großen Taufbecken kleinere Behälter, aus denen nur soviel Taufwasser
geschöpft wurde, als zum Übergießen notwendig war. Der Taufbrunnen muß aus
wasserundurchlässigem Material und verschließbar sein. Oft ist ein Bild von der
Taufe Jesu in seiner Nähe angebracht. Das Taufwasser wird in der Osternacht
geweiht. Die Session Der Sitz des Priesters soll gut sichtbar sein und seine Aufgabe als Vorsteher der Gemeinde gut erkennbar machen. Er soll sich in der Nähe des Altares befinden. Auch alle anderen, die bei der Liturgiefeier einen besonderen Dienst verrichten, sollen ihren Platz im Altarraum finden. In Bischofskirchen gibt es außerdem den bischöflichen Thron, die Kathedra. Von der Kathedra stammt das Wort Kathedrale. |