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Der Altar

Der Name kommt vom lateinischen "altare" und bedeutet "hoher Altar". Schon im Alten Testament und auch im Heidentum wurden Altäre aus Stein gebaut, um darauf zu opfern. Im Christentum ist der Altar nicht nur Opfertisch, sondern auch der Tisch, an dem die Kirche mit Christus Mahl hält. Er ist Mittelpunkt der Gemeinde.
Ursprünglich gab es in jeder Kirche nur einen freistehenden Altar, um den herum der Bischof mit seinen Priestern die Hl. Messe in Konzelebration feierte. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts kommt man von der Konzelebration ab und die Kirchen werden mit mehreren Altären ausgestattet, damit alle Priester die Möglichkeit haben, täglich die Hl. Messe zu feiern. Um das Jahr 1000 wird der Altar an die Wand gestellt und der Priester feiert die Messe mit dem Rücken zum Volk. Erst seit einigen Jahrzehnten ist es wieder üblich, den Altar freistehend aufzustellen.
Nach altem christlichen Brauch soll die Tischplatte des Altares aus Naturstein, der Sockel aus Stein oder aus einem anderen passenden, würdigen und dauerhaften Material sein. Die frühen Christen bauten Altäre oft über Märtyrergräbern. Daher hat sich auch der Brauch erhalten, in den Altar die Reliquien von Heiligen einzumauern. Der Altar soll zum Zeichen der Ehrfurcht vor dem Altar- sakrament mit einem Tuch bedeckt sein.
 

Der Tabernakel

Im christlichen Altertum wurde das Altarsakrament in einem Nebenraum oder in einem Gefäß (oft in Form einer Taube) über dem Altar schwebend aufbewahrt. In gotischer Zeit errichtet man an der Apsiswand sogenannte Sakramentsnischen und Sakramentshäuschen. Ab dem 17. Jahrhundert wurde der Tabernakel (lat. = Zelt) meist mit dem Hauptaltar der Kirche verbunden. Im modernen Kirchenbau sind wieder Sakramentsnischen und Sakramentshäuschen verbreitet.
In den Kirchen soll es nach Möglichkeit nur einen Tabernakel geben. Es wird empfohlen, ihn an einem Platz zu errichten, der das Gebet und die Verehrung der Gläubigen fördert. Das "ewige Licht" ist etwa seit dem 13. Jahrhundert üblich und soll an die Gegenwart Christi erinnern, der ja gesagt hat: "Ich bin das Licht der Welt". Wie der Altar, so soll auch der Tabernakel würdig und dauerhaft gestaltet sein.
 

Der Ambo

Der Ambo (von griech. anabainein = hinaufgehen) war ursprünglich eine erhöhte Bühne, von der aus die Lesungen, das Evangelium u.s.w. verlesen wurden. Im Mittelalter wurde dieser Ambo vom Altargitter in die Mitte des Kirchenschiffes verlegt und erhielt den Namen Kanzel. Heute ist er ein feststehendes Lesepult. Während der Altar der "Tisch des Brotes" ist, wird der Ambo auch als "Tisch des Wortes" bezeichnet, um die beiden Hauptteile der Hl. Messe zu verdeutlichen. Vom Ambo aus können die Lesungen, das Evangelium, die Zwischengesänge, die Predigt und das Fürbittgebet vorgetragen werden. Alles andere soll, da es nicht im direkten Zusammenhang mit dem Wort Gottes steht, von einem eigenen Platz aus gelesen werden.
 

Das Altarkreuz

In der Nähe des Altares soll sich immer ein Kreuz befinden. Es soll an das Kreuzesopfer Christi erinnern, das bei der Eucharistiefeier vergegenwärtigt wird. Oft wird es das Vortragskreuz sein, das bei der Einzugsprozession vorangetragen wird. Das Kreuz soll an einem für die Gemeinde gut sichtbaren Ort aufgestellt sein.
 

Der Taufbrunnen

Bis zum 5. Jahrhundert war die Erwachsenentaufe häufig. Da der Taufkandidat mit dem ganzen Körper in das Wasser eingetaucht wurde, baute man bei den Bischofskirchen eigene Taufkapellen (Baptisterien). Als die Kindertaufe üblich wurde und nicht mehr nur der Bischof die Taufe spendete, traten an die Stelle der großen Taufbecken kleinere Behälter, aus denen nur soviel Taufwasser geschöpft wurde, als zum Übergießen notwendig war. Der Taufbrunnen muß aus wasserundurchlässigem Material und verschließbar sein. Oft ist ein Bild von der Taufe Jesu in seiner Nähe angebracht. Das Taufwasser wird in der Osternacht geweiht.
 

Die Session

Der Sitz des Priesters soll gut sichtbar sein und seine Aufgabe als Vorsteher der Gemeinde gut erkennbar machen. Er soll sich in der Nähe des Altares befinden. Auch alle anderen, die bei der Liturgiefeier einen besonderen Dienst verrichten, sollen ihren Platz im Altarraum finden. In Bischofskirchen gibt es außerdem den bischöflichen Thron, die Kathedra. Von der Kathedra stammt das Wort Kathedrale.


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